Veröffentlicht in Allgemein, Bruchbudenparadies

Sonntag mit Tee

Minztee

Heute lasse ich es noch gemütlicher angehen als sonst. Es ist schließlich Sonntag, das Wetter ist immer noch traumhaft, nur mit mehr Wind. Wir haben draußen gefrühstückt und ich habe ein wenig gearbeitet, danach waren wir den Hund lüften und nun sitze ich am Schreibtisch und werde mich gleich ein wenig nach Abseits begeben. Aber erst einmal Tee. Die Minze ist soweit und so gibt es heute frischen Minztee mit Limone.

 

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Veröffentlicht in Allgemein, Bruchbudenparadies, Schreiben

Samstag im Garten

Frühstück im Garten

Ich glaube wir haben senile Bettflucht, wir sind heute morgen relativ früh hoch und da es so sonnig war, haben wir im Garten gefrühstückt. Das war schön. So schön, dass ich danach mit meiner Arbeit im Freien geblieben bin. Karin_outdoorworking

Wovon der Liebste dann auch gleich ein Beweisfoto machte. Ich bin heute gut voran gekommen. Allmählich macht sich das ganze recherchieren bezahlt.

Garten

Zwischendrin habe ich noch ein wenig den Urwald gerodet. So langsam wird es was. Vielleicht kriege ich es ja so frei, dass ich nächstes Jahr mal direkt auf dem Acker etwas pflanzen kann.

Dann kam überraschender Besuch, über den ich mich sehr gefreut haben. Wir kennen uns seit Jahrenden aus dem Internet und nun haben wir uns endlich einmal persönlich getroffen. Ursa53 vom Strickcafé war mit Tochter in Kiel unterwegs, es war und ist Wollfest im Kronshagener Bürgerhaus und bei der Gelegenheit haben sie auch gleich einmal bei uns im Bruchbudenparadies vorbeigeschaut. Das war schön.

Jetzt bin ich nach drinnen gewandert, wo es herrlich kühl ist. Aber der Tag war einfach schön.

 

 

 

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Winter ade

Winterbettwäsche

Heute wurde ein entscheidender Schritt in Richtung Sommer, im Hause Braun vollzogen. Wir haben die Winterbettwäsche gewaschen und mit Lavendel eingelagert. Ab heute also wieder Baumwollsatin. Ich mag diese kleinen Rituale, die leichtere Bettwäsche im Mai und die Rentierflanell-Bettwäsche zu Yul.

Was gibt es sonst? Nicht viel. Es war ein schöner Tag und ich habe ein wenig im Garten gesessen und auch etwas am Garten getan. Dann gegen 16:00 nach drinnen und schreiben. Bin ein Stück weitergekommen und muss noch die Recherche-Aufgaben für morgen notieren. Dann kann es zum gemütlichen Teil übergehen. Viktor ist schon dabei Abendessen zu machen.

Mit Freuden habe ich heute bei der Buchbloggerin erfahren, dass es ein neues Buch von Hilary Mantel mit dem Titel  Jeder Tag ist Muttertag gibt.  Das klang so lecker, dass ich sofort die letzten 23,00 € vom Buchbudget dafür ausgegeben habe. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich schon eine Anleihe bei dem Büchergeld vom Juni gemacht habe. Das ist nicht weiter schlimm, da ich ja ansonsten sparsam bin. Ich nasche nicht mehr soviel. Eisessen ist bei einmal im Monat gelandet und auch sonst lebe ich sehr sparsam.

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Vatertag

Vatertrag

Heute dachte ich so. Vatertag! Da sollte man doch meinen, man begegnet glücklichen Vätern mit ihren Kindern, die sich gemeinsam einen schönen Tag machen. Stattdessen, Gruppen von Männern mit Bollerwagen, gröhlend, saufend und die Welt mit schechter Schlagermusik beschallend. Fragt man die zurück gebliebenen Frauen, wie sie das finden, ist nicht selten eine dabei die meint: Das ist halt Tradition!

Ich halte es ja mit dem großen Philosophen Alf de Melmac, wie ich schon mehrfach schrieb:

Traditionen sind wie Teller, dazu gemacht, in Stücke zu gehen

Über eine weitere Tradition, die sicher überlebt hat, wird hier berichtet. Da kriegen die Damen am Ende einer Veranstaltung Blumen, während die Herren, ein Buch bekommen. Überhaupt ein sehr lesenswerter Blog:

Herland – feministischer Realismus in der Kriminalliteratur

Veröffentlicht in Allgemein, Schreiben

Hugin oder Munin

Hugin_o_Munin

Nach unserem Aquariumsbesuch, beim Kaffetrinken im Seaside, landete dieser Rabe auf dem Sonnenschirm gegenüber und beobachtete mich beim Schreiben. Weil ich gerade bis zum Hals in nordischer Mythologie stecke, fragte ich mich sofort, ob es sich wohl um Hugin oder Munin handelte. Einer der beiden Raben Odins. Man weiß ja nie. Wiederum seit wann ist was ich tue so wichtig? Wahrscheinlich war es nur ein Rabe oder sogar eine Krähe.

 

 

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Schüttelfrost und Fieber die 2.

Rad

Bereits das 2. Mal ging es mir nach körperlicher Anstrengung schlecht. Als ich letztens aus Friedrichsort wiederkam, hatte ich nachts Schüttelfrost und Fieber und gestern, nachdem ich so fleißig mit dem Rad unterwegs war, auch. Ich weiß nicht was das ist. Klar war ich ziemlich fertig, als ich nach Hause kam, war ja ungewohnte Bewegung und fit bin ich nun wirklich nicht. Aber es ging mir nach dem Duschen und etwas zu trinken nicht schlecht. Wir aßen zu Abend. Lecker wie immer. Den angekündigten Apfelauflauf mit Vanillesauce und ich ging zu Bette.

Apfelauflauf

Kaum lag ich, begann ich zu zittern und zu frieren, wie blöde. Nachts dann glühendheiß aufgewacht. Heute morgen war ich noch arg wackelig, habe es folglich ruhig angehen lassen. Werde wohl doch mal mit der Ärztin reden müssen.

Veröffentlicht in Allgemein, Recherche, Schreiben

Frau Braun kommt rum

Rochen

Heute waren wir im Aquarium. Das ist an der Kielline und sehr zu empfehlen. Ich war aber nicht nur dort, um mich zu amüsieren. Eine Szene in Abseits spielt Unterwasser. Aber eben nicht, wie sonst im Meer, sondern alles ist wirkt künstlicher. Egal, könnt ihr ja hoffentlich irgendwann nächstes Jahr lesen. Jedenfalls haben wir viel Spaß gehabt.

Hin und Rückfahrt zum Aquarium übrigens mit dem Fahrrad. Das war schön … und verdammt anstrengend. Muss unbedingt öfters Radfahren. Hier in Kiel ist das gar nicht so einfach, weil wir, Endmoränenlandschaft und so, ganz ordentliche Steigungen haben.

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Erst Eindrück mussten dann bei einem Kaffee im Seaside verarbeitet werden. Da konnte man nett im Strandkorb sitzen. Der Kaffee war aber nicht besonders.

Nun bin ich wieder zu Hause und gleich gibt es Apfelauflauf mit Vanillesauce. Denn wie heißt es so schön? Wer Rad fährt, soll auch lecker essen!

Veröffentlicht in Allgemein, Schreiben

Zurück nach Abseits

Farn

Nachdem ich die letzte Woche eher nur sporadisch in Abseits war, kann ich mich diese Woche wieder voll dorthin begeben. Die Geschichte wächst. Eigentlich nicht direkt die Geschichte, ganz so weit ist es noch nicht. Aber die Skizzen, Orte und Personen werden langsam rund und das bedeutet, ich kann mich bald wirklich der Geschichte widmen. Für morgen ist ein Besuch im Aquarium geplant. Fische gucken für Abseits. Ich kann ja schlecht in der Ostsee tauchen gehen. Schwimmen gehen würde ich allerdings gerne einmal wieder. Aber das wird wohl noch ein wenig dauern. Warten wir mal ab, ob es warm bleibt.

So, nun aber frisch ans Werk. Habt eine schöne Woche.

Veröffentlicht in Allgemein, Bruchbudenparadies, Schreiben

Sonntagsarbeit

Coffee

Tartufo

Nach dem ich den Morgen mit Feinarbeiten an der Verlags-Webseite verbracht habe, ließen wir es uns am Nachmittag wohl sein, mit Kaffee und Eis. Danach haben wir im Hof die Sonne genossen. So schön nach den grauen Tagen. Ich musste mir sogar einen Schal über den Kopf legen, weil meine Ohren an zu brutzeln fingen. Der Nachteil an der modischen Kurzhaarfrisur für die Dame ab 50.

Chilli

Beim Tagebuch schreiben stand ich unter Beobachtung. Chilli war sehr interessiert, was ich da so mache.

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Memory Lane

schilksee

Seit einiger Zeit, wenn ich noch so zwischen Schlafen und Wachen bin, tauchen Bilder aus meiner Kindheit auf. Viel Ostsee ist dabei. Ich hatte eine recht freie Kindheit auf dem Lande, aber wenn es ab Mai an den Wochenenden, und im Sommer für sechs Wochen, an die Ostsee ging, bekam diese Freiheit noch eine andere Qualität. Vor dem Frühstück ging es zum Baden und nach dem Frühstück, konnten wir bis zum Abendessen machen was wir wollten. Damals haben wir in der Nähe von Heiligenhafen gezeltet und ich erinnere mich in Badezeug, an den Zelten der Nachbarn vorbei, zum Strand gelaufen zu sein. Zu eilig um lange mit jemanden zu sprechen, zu begierig am Wasser zu sein. Komischerweise bin ich in vielen dieser Bilder alleine und wenn ich darüber nachdenke, dann habe ich mich auch als Kind oft abgesondert. Ich war lebhaft und gesellig, aber eben auch gerne für mich. So erinnere ich mich an einen stürmischen Tag. Wir sollten nicht ins Wasser gehen. Ich verstand nicht warum, denn Wellen waren doch toll. Also ging ich natürlich ins Wasser und es war großartig. Ich gab mich völlig den Wellen und dem Wind hin und plötzlich war ich ungefähr zweihundert Meter von dem Platz weg, an dem ich ins Wasser gegangen war. Da verstand ich was gefährlich war. Damals war ich vielleicht  8 oder 9.

Danach kam der Sommer, an dem meine Eltern plötzlich nach Hause fuhren und wir bei Tante Thea bleiben mussten. Meine Oma war erkrankt, also die Mutter meines Vaters. Eines Tages kam Tante Thea und sagte kurz: Deine Eltern bleiben noch länger, Oma G. ist gestorben. Ich kann mich nicht erinnern, da geweint zu haben, aber ich sehe mich noch immer in dem kleinen Zweimann-Zelt sitzen und zu versuchen zu ergründen, was gestorben bedeutet. Ich wusste nur eines, ich würde sie nicht wiedersehen und sie war doch so wichtig für mich. Niemand hat danach mit mir darüber gesprochen, auch meine Eltern nicht. Ich erinnere mich aber, dass es an dem Tag Saure Suppe gab. Eine Abscheulichkeit sondergleichen. Suppe die auf Schinkenknochen gekocht und mit Backobst und Essig verschlimmbessert wird. Das war eindeutig kein guter Tag. Danach begann eine dunkle Zeit, keiner schien zu realisieren, was Omas Tod für mich bedeutete, nicht einmal ich. Da war nur eine Lücke und die musste ich füllen. Ich begann zu stehlen, nicht in Läden, sondern Kleingeld aus Mutters Börse, um mir Süßigkeiten zu kaufen. Dann blieb ich sitzen und irgendwann ging das Leben normal weiter.

Heute morgen habe ich mich erinnert, wie ich das erste Mal meine Periode bekam. Das war auch an der Ostsee. Ich war dreizehn und zwei entscheidende Sachen passierten, Asterix, und damit eine zarte Idee von Anarchie, trat in mein Leben und ich bekam meine Regel. Es traf mich nicht unerwartet, also ging ich, nachdem ich Blut in meiner Unterhose gefunden hatte, zu meiner Mutter und sagte: „Ich brauche Camelia, ich hab meine Tage gekriegt.“ Und wünschte sofort ich hätte ihr nichts gesagt, die Frau rastete total aus. Während sie mich mit Vorlagen in matrazenstärke versorgte, schwallte sie Instruktionen, wie: Nicht baden! Keinen Kaffee trinken, das treibt und so weiter. Nebenbei unterrichtete sie den halben Campingplatz von dem Ereignis. Mich nervte das entsetzlich. Nicht weil ich mich schämte, sondern weil sie, wie so oft, etwas öffentlich machte, was ich als privat, und wirklich nur mich betreffend, betrachtete. Übrigens habe ich bis heute nicht verstanden, warum ich nicht baden gehen sollte. Wahrscheinlich hatte sie Angst, ich würde die Haie anlocken oder ähnliches. Das war auch der Tag, an dem das Verhältnis zwischen Mutter und mir kippte. Auf einmal war da nur noch Misstrauen und jeder Junge mit dem ich etwas unternahm, zog die „Pass bloß auf, dass du nicht schwanger wirst“ Rede mit sich. Ich war dreizehn und alles was mich an Jungen interessierte war, dass sie klettern konnten, sich nicht scheuten dreckig zu werden und sich von mir rumkommandieren ließen.